Muss ich mich entscheiden?

 

Neulich musste ich wieder an eines meiner Vorstellungsgespräche denken. Es ist schon eine ganze Weile her, allerdings blieb mir eine Frage besonders in Erinnerung. Nachdem ich erklärte, dass ich in meinem Volontariat sowohl bei einem Fernsehsender als auch bei einer Tageszeitung gearbeitet hatte, wurde ich gefragt: Ja, und was sind Sie nun? Videojournalistin oder Redakteurin?

 

Je länger ich - auch nach dem Gespräch - darüber nachgedacht habe, desto mehr bin ich der Meinung: Warum muss ich mich denn entscheiden? Das muss und will ich gar nicht.

 

Auch bisher habe ich mich (noch) nicht auf einen Bereich festgelegt. Und das ganz bewusst. Mir macht es großen Spaß, hinter der Kamera zu stehen und zu schneiden. Aber genauso gefällt es mir, Texte zu schreiben und Interviews zu führen. Und damit nicht genug: Auch Online und das Fotografieren gehören für mich dazu.

 

Klar, gibt es Phasen, da hab ich auf das eine mehr Lust als auf das andere. Vor allem, wenn ich monatelang nur schreibe oder nur drehe, freue ich mich danach auf ein bisschen Abwechslung. Im vergangenen Jahr war es leider tatsächlich so, dass ich immer das eine oder das andere gemacht habe. Aber gerade, weil ich beides kann, sollte es ja eigentlich kein Problem sein, das früher oder später auch beruflich zu kombinieren. Denn das ist es ja, was mir so gefällt. Ich kann crossmedial arbeiten und will es auch.

 

Aus diesem Grund bin ich doch ein bisschen froh, dass es in meinem Volontariat anders gekommen ist, als es am Anfang abzusehen war. Nämlich dass ich noch einen Abstecher zur Tageszeitung gemacht habe. Dadurch habe ich verschiedene Dinge gelernt, die mir alle Spaß machen. Und bestenfalls kann ich Video, Online und das Schreiben sogar verbinden.

 

Wozu also entscheiden?

 

 

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Juliane Horn

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